Bichon Frisé: Pflege und Fellpflege von Kopf bis Schwanz Ratgeber Bichon Frisé

Bichon Frisé: Pflege und Fellpflege von Kopf bis Schwanz

Der Bichon Frisé ist mit seinem weichen, lockigen und strahlend weißen Fell eine der unverwechselbarsten kleinen Hunderassen. Dieses flauschige Aussehen kommt jedoch nicht von selbst: Ohne regelmäßige Pflege verwandelt sich das lockere, luftige Fell schnell in ein verfilztes Knäuel. Wer sich für einen Bichon Frisé entscheidet, entscheidet sich also auch für eine feste Pflegeroutine. Zum Glück ist das mit der richtigen Herangehensweise gut machbar, und für viele Besitzer wird das Bürsten sogar zu einem schönen, ruhigen Moment mit ihrem Hund.

Das einzigartige Fell des Bichon Frisé

Das Fell des Bichon Frisé besteht aus zwei Schichten: einer weichen, dichten Unterwolle und einem gröberen, lockigen Deckhaar. Diese Kombination sorgt für das typische wolkenartige Aussehen, macht das Fell aber auch anfällig für Knoten und Verfilzungen. Da die Rasse kaum haart, bleiben lose Haare oft im Fell selbst hängen, anstatt im Haus zu landen. Das bedeutet aber, dass Sie aktiv bürsten müssen, um Verfilzungen zu vermeiden.

Tägliches Bürsten: die Grundlage

Für einen Bichon Frisé ist tägliches Bürsten oder Bürsten jeden zweiten Tag eigentlich ein Muss, vor allem wenn Ihr Hund ein längeres Fell hat. Verwenden Sie dazu eine Stiftbürste, um das Fell Schicht für Schicht durchzuarbeiten, und anschließend einen feineren Kamm, um eventuelle kleine Knoten aufzuspüren. Beginnen Sie an der Haut und arbeiten Sie sich nach außen vor, damit Sie keine Knoten übersehen, die dicht an der Haut sitzen. Achten Sie besonders auf die empfindlichen Stellen hinter den Ohren, unter den Achseln und rund um die Rute, denn dort entstehen am schnellsten verfilzte Büschel.

  • Verwenden Sie für die tägliche Pflege eine weiche Stiftbürste
  • Arbeiten Sie mit einem Metallkamm, um versteckte Knoten zu erkennen
  • Achten Sie besonders auf Ohren, Achseln und den Rutenansatz
  • Bürsten Sie das Fell in trockenem Zustand und nach dem Baden noch einmal

Baden und Trocknen

Einen Bichon Frisé können Sie im Durchschnitt alle drei bis vier Wochen baden, oder öfter, wenn der Hund sehr schmutzig geworden ist. Verwenden Sie immer ein mildes Hundeshampoo, das für weißes Fell geeignet ist, um Verfärbungen zu vermeiden. Nach dem Waschen ist gründliches Trocknen unerlässlich: Lassen Sie das Fell nicht von selbst trocknen, sondern verwenden Sie einen Föhn auf niedriger Stufe und bürsten Sie gleichzeitig. So verhindern Sie, dass die Locken verfilzen, und die luftige, wolkenartige Struktur bleibt erhalten.

Fellschnitt beim Profi

Neben dem Bürsten und Baden muss der Bichon Frisé regelmäßig geschnitten werden, meist alle sechs bis acht Wochen. Ein professioneller Hundefriseur kann das Fell in Form schneiden, überschüssiges Haar um Augen und Pfoten entfernen und den berühmten runden „Puderquasten“-Look kreieren. Das ist nicht nur ästhetisch, sondern auch funktional: Zu lange Haare um die Augen können Reizungen verursachen, und vernachlässigtes Fell an den Pfoten sammelt schneller Schmutz und Feuchtigkeit.

Regelmäßiges Schneiden ist für den Bichon Frisé kein Luxus, sondern notwendige Pflege, damit das Fell gesund und gut zu handhaben bleibt.

Erfahrener Hundefriseur

Augen, Ohren und Zähne nicht vergessen

Beim Bichon Frisé ist auch die Pflege von Augen und Ohren wichtig. Die Augen können etwas tränen, was auf dem weißen Fell schnell bräunliche Flecken hinterlässt. Reinigen Sie diese Stellen täglich vorsichtig mit einem feuchten Tuch. Kontrollieren Sie außerdem wöchentlich die Ohren auf Schmutz oder einen unangenehmen Geruch und putzen Sie, wenn möglich, regelmäßig die Zähne, um Zahnstein vorzubeugen.

  • Wischen Sie Tränenflecken täglich mit einem feuchten Tuch weg
  • Überprüfen Sie wöchentlich die Ohren auf Schmutz, Rötung oder Geruch
  • Putzen Sie die Zähne mehrmals pro Woche
  • Schneiden Sie die Krallen regelmäßig, vor allem wenn sie sich nicht von selbst abnutzen

Abschließend

Die Pflege eines Bichon Frisé erfordert Disziplin und Regelmäßigkeit, aber wer diese Routine aufbaut, wird mit einem Hund belohnt, der immer frisch und fröhlich aussieht. Wenn Sie unerwartete Hautprobleme, anhaltenden Juckreiz oder Entzündungen bemerken, lassen Sie sich immer von einem Tierarzt beraten.

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