Pflege
Pflege und Ernährung: ein gesunder Hund vom Welpen bis zum Senior
Gute Ernährung und tägliche Pflege sind die Grundlage eines gesunden Hundelebens. Sie verhindern viele Probleme und helfen Ihnen, Veränderungen früh zu bemerken. Dieses Dossier fasst zusammen, was ein Hund braucht, vom Welpen bis zum Senior.
Ernährung nach Lebensphase
- Welpe: Ein Welpe wächst schnell und braucht darauf abgestimmtes Futter. Geben Sie ein vollwertiges Welpenfutter, verteilt auf drei bis vier Mahlzeiten am Tag. Bei großen und Riesenrassen wählen Sie ein Futter für große Welpen; fragen Sie Ihren Tierarzt nach der richtigen Menge.
- Erwachsener Hund: Die meisten erwachsenen Hunde bekommen zwei Mahlzeiten am Tag. Wählen Sie ein vollwertiges Futter, das zu Größe, Aktivität und eventuellen Gesundheitsproblemen passt. Bei großen, tiefbrüstigen Rassen senken mehrere kleinere Mahlzeiten und Ruhe nach dem Fressen das Risiko einer Magendrehung.
- Senior: Ältere Hunde bewegen sich oft weniger und brauchen weniger Energie, aber genug Eiweiß, um ihre Muskeln zu erhalten. Besprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, ob ein angepasstes Futter sinnvoll ist.
Stellen Sie das Futter immer schrittweise um, über eine Woche oder länger, um Magen-Darm-Beschwerden zu vermeiden. Sorgen Sie dafür, dass immer frisches Wasser bereitsteht.
Wie viel füttern Sie?
Die empfohlene Menge auf der Verpackung ist ein Ausgangspunkt; die richtige Menge hängt von Ihrem Hund ab. Achten Sie vor allem auf seine Körperkondition: Sie sollten seine Rippen leicht fühlen, aber nicht deutlich sehen können, und von oben sollte er eine Taille haben. Tierärzte verwenden dafür einen Body Condition Score.
Behalten Sie das Gewicht Ihres Hundes im Blick und fragen Sie Ihren Tierarzt, welches Gewicht für Ihren Hund gesund ist. Rechnen Sie Leckerlis und Reste mit ein: Als Faustregel stammen höchstens zehn Prozent der täglichen Energie aus Leckerlis.
Manche Lebensmittel sind für Hunde giftig, etwa Schokolade, Weintrauben und Rosinen, Xylit (in zuckerfreien Produkten), Zwiebeln und Knoblauch, Macadamianüsse und Alkohol. Gekochte Knochen können splittern. Hat Ihr Hund etwas davon gefressen, wenden Sie sich sofort an Ihren Tierarzt.
Fellpflege
Die Pflege hängt stark vom Felltyp ab. In jedem Rasseprofil auf Puppymakelaar steht, was die Rasse braucht.
- Kurzes Fell: Wöchentliches Bürsten mit einer Gummibürste genügt meist.
- Doppelfell: regelmäßig bis auf die Haut bürsten, während des Fellwechsels täglich. Scheren Sie ein Doppelfell nicht ohne Grund: Die Unterwolle schützt vor Hitze und Kälte.
- Langes oder lockiges Fell: mehrmals pro Woche bürsten, um Verfilzungen zu vermeiden, und regelmäßig im Hundesalon schneiden.
- Raues Fell: Bei vielen Terriern und rauhaarigen Rassen wird das Fell getrimmt (gezupft), damit es fest und schützend bleibt.
Baden Sie Ihren Hund nicht zu oft und nur mit einem Hundeshampoo.
Zähne, Krallen, Ohren und Augen
- Zähne: Zahnstein und Zahnfleischentzündung kommen bei vielen Hunden vor, besonders bei kleinen Rassen. Putzen Sie täglich mit Hundezahnpasta; Zahnpasta für Menschen ist ungeeignet. Kauartikel helfen, ersetzen das Putzen aber nicht.
- Krallen: Krallen, die auf dem Boden klicken, sind zu lang. Schneiden Sie sie vorsichtig oder lassen Sie es im Zweifel machen. Vergessen Sie die Afterkralle nicht.
- Ohren: Kontrollieren Sie sie wöchentlich auf Rötung, Geruch oder Schmutz, besonders bei Hängeohren und nach dem Schwimmen.
- Augen: Wischen Sie Tränenspuren vorsichtig weg. Rötung, Trübung oder Zukneifen erfordern einen Tierarztbesuch.
- Pfoten: Kontrollieren Sie sie nach Spaziergängen auf Wunden, Grannen zwischen den Zehen und im Winter auf Streusalz.
Gesundheitsvorsorge
- Impfungen: Welpen erhalten eine Reihe von Grundimpfungen unter anderem gegen Staupe, Parvovirose und ansteckende Leberentzündung, danach folgen Auffrischungen nach Empfehlung Ihres Tierarztes. Oft wird auch gegen Leptospirose und Zwingerhusten geimpft. Für Reisen ins Ausland ist eine Tollwutimpfung meist Pflicht.
- Entwurmung: Welpen werden häufig entwurmt; danach hängt die Häufigkeit vom Lebensstil Ihres Hundes ab. Ihr Tierarzt kann auch eine Kotuntersuchung vorschlagen.
- Flöhe und Zecken: Zecken können Krankheiten übertragen. Verwenden Sie ein von Ihrem Tierarzt empfohlenes Mittel und kontrollieren Sie Ihren Hund nach Spaziergängen in Wald und Gras.
- Jährliche Kontrolle: Ein jährlicher Besuch, im Alter häufiger, hilft, Probleme früh zu erkennen, etwa ein Herzgeräusch, Zahnprobleme oder Gewichtsverlust.
- Sterilisation oder Kastration: Vor- und Nachteile und der richtige Zeitpunkt unterscheiden sich je nach Hund und Rasse. Besprechen Sie es mit Ihrem Tierarzt.
Der ältere Hund
Kleine Rassen werden im Durchschnitt älter als große; eine Riesenrasse ist oft schon mit sechs bis sieben Jahren ein Senior. Ältere Hunde profitieren von kürzeren, aber regelmäßigen Spaziergängen, einem weichen, warmen Liegeplatz, rutschfesten Matten und Aufmerksamkeit für Steifheit oder Schmerzen. Achten Sie auf Veränderungen bei Trinken, Urinieren, Appetit, Gewicht und Verhalten; lesen Sie auch das Dossier Tierwohl und Beschäftigung zum Erkennen von Schmerzen.
Kurz gesagt
- Füttern Sie ein vollwertiges Futter, das zu Alter, Größe und Aktivität passt.
- Richten Sie sich nach der Körperkondition, nicht nur nach der Verpackung, und vermeiden Sie Übergewicht.
- Informieren Sie sich über giftige Lebensmittel und bewahren Sie sie außer Reichweite auf.
- Pflegen Sie Fell, Zähne, Krallen, Ohren und Augen nach den Bedürfnissen Ihres Hundes.
- Behalten Sie Impfungen, Entwurmung und Parasitenschutz gemeinsam mit Ihrem Tierarzt im Blick.
- Geben Sie einem älteren Hund mehr Komfort und lassen Sie ihn regelmäßig untersuchen.
Quellen
- Global Nutrition Guidelines (World Small Animal Veterinary Association (WSAVA))
- Guidelines for the Vaccination of Dogs and Cats (World Small Animal Veterinary Association (WSAVA))
- Richtlijnen voor de bestrijding van parasieten bij honden en katten (European Scientific Counsel Companion Animal Parasites (ESCCAP))