Ratgeber
Pudel (Großpudel)
Fellpflege beim Großpudel: So bleiben seine Locken gesund und glänzend
Der Großpudel ist bekannt für sein beeindruckendes, dichtes Lockenfell. Dieses Fell ist nicht nur ein Blickfang, sondern hat auch eine praktische Seite: Der Pudel haart kaum. Allerdings bedeutet diese Art von Fell, dass Sie als Besitzer etwas Arbeit investieren müssen. Ohne die richtige Pflege können sich die Locken nämlich schnell verfilzen, was nicht nur für Ihren Hund unangenehm ist, sondern auch zu Hautirritationen führen kann.
Warum sich das Fell eines Großpudels unterscheidet
Im Gegensatz zu Hunden mit normalem Fell hat der Pudel ein lockiges, wollartiges Fell, das ständig nachwächst. Das bedeutet, dass lose Haare weniger schnell auf den Boden fallen, sich aber im Fell selbst verheddern. Ohne regelmäßiges Bürsten entstehen Verfilzungen, insbesondere an Stellen, an denen Reibung auftritt, wie beispielsweise hinter den Ohren, unter den Achseln und um die Rute herum.
Bürsten: die Grundlage für ein gesundes Fell
Um Verfilzungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, das Fell Ihres Großpudels mindestens zwei- bis dreimal pro Woche gründlich zu bürsten. Verwenden Sie dazu eine gute Slicker-Bürste und einen Metallkamm, um auch die unteren Fellschichten zu erreichen. Arbeiten Sie in kleinen Partien und beginnen Sie an der Haut, damit Sie sicher sind, dass Sie nicht nur die obersten Haare erfassen.
- Bürsten Sie das Fell Schicht für Schicht, von der Haut nach außen
- Achten Sie besonders auf Problemzonen wie Achseln, Ohren und Rute
- Verwenden Sie nach dem Bürsten einen Kamm, um versteckte kleine Verfilzungen aufzuspüren
- Bürsten Sie immer vor dem Baden, nie erst danach, wenn das Fell trocken und verknotet ist
Baden und Pflegeprodukte
Ein Großpudel muss im Durchschnitt alle drei bis vier Wochen gebadet werden, je nach Aktivitätsgrad und Lebensumfeld. Verwenden Sie immer ein mildes Hundeshampoo, das auf lockiges Fell abgestimmt ist, und tragen Sie anschließend eine Spülung auf, um das Fell geschmeidig zu halten. Spülen Sie das Fell gründlich aus, da Shampooreste Juckreiz und Hautreizungen verursachen können.
Ein gepflegtes Fell beginnt nicht beim Hundefriseur, sondern mit einer konsequenten Bürstroutine zu Hause.
Scheren: eine Notwendigkeit, kein Luxus
Da das Fell eines Großpudels ständig nachwächst, ist regelmäßiges Scheren unerlässlich. Im Durchschnitt ist dies alle sechs bis acht Wochen nötig. Viele Besitzer entscheiden sich für einen professionellen Hundesalon, aber mit der richtigen Ausrüstung und etwas Übung können Sie das auch selbst lernen. Beliebte Schnittarten sind der „Puppy-Schnitt“ mit einer gleichmäßigen, kurzen Felllänge am ganzen Körper sowie traditionellere Schnitte mit längeren Locken an Ohren und Rute.
Pflege für Augen, Ohren und Pfoten
Neben dem Fell am Körper erfordern auch bestimmte Bereiche besondere Aufmerksamkeit. Haare um die Augen herum können Reizungen verursachen, wenn sie zu lang werden, und die Haare in den Ohren können Feuchtigkeitsansammlungen begünstigen, wenn sie nicht regelmäßig gekürzt werden. Auch zwischen den Fußballen wachsen oft Haare, die regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls kurz geschnitten werden müssen, um ein Ausrutschen zu verhindern.
- Schneiden Sie das Haar um die Augen vorsichtig mit einer Schere mit abgerundeten Spitzen kurz
- Überprüfen Sie die Ohren wöchentlich und entfernen Sie überschüssige Haare
- Halten Sie das Haar zwischen den Pfotenballen kurz, damit der Hund besseren Halt hat
Ernährung und Hautgesundheit
Ein glänzendes Fell entsteht nicht nur von außen, sondern auch von innen heraus. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Omega-Fettsäuren trägt zu einer gesunden Haut und kräftigem Haarwachstum bei. Achten Sie bei der Auswahl des Futters auf die Qualität der Zutaten und passen Sie das Futter an das Alter und das Aktivitätsniveau Ihres Hundes an.
Mit einer konsequenten Pflegeroutine bleibt das Fell Ihres Großpudels nicht nur schön, sondern auch gesund. Wenn Sie unerwartete kahle Stellen, Rötungen oder anhaltenden Juckreiz bemerken, sollten Sie im Zweifelsfall immer einen Tierarzt konsultieren.