Erziehung und Training
Shiba Inu
Shiba Inu erziehen: Tipps für einen eigensinnigen Schatz
Der Shiba Inu gilt unter den Hunden als echter Katzenhund: sauber, selbstständig und nicht immer geneigt, das zu tun, was Sie von ihm verlangen. Das macht diesen japanischen Spitz zu einer beliebten, aber auch anspruchsvollen Rasse in der Erziehung. Wer einmal verstanden hat, wie ein Shiba Inu denkt, merkt, dass konsequentes und kluges Training viel bringt.
Lernen Sie den Charakter Ihres Shiba kennen
Shiba Inus wurden ursprünglich gezüchtet, um selbstständig in bergigem Gelände zu jagen. Diese Herkunft steckt noch immer in ihren Genen: Sie denken gern selbst nach und lassen sich nicht so leicht überzeugen. Wo ein Labrador oft gefallen möchte, fragt sich ein Shiba eher: „Was habe ich davon?“ Wenn Sie dieses Grundprinzip verstehen, verstehen Sie auch sofort, warum harte Korrekturen oder endloses Wiederholen wenig bewirken.
Beginnen Sie früh
Sozialisierung und Welpentraining sind beim Shiba Inu besonders wichtig. Je früher Ihr Welpe andere Hunde, Menschen, Geräusche und Situationen kennenlernt, desto leichter passt er sich später an. Warten Sie zu lange, kann die angeborene Wachsamkeit der Rasse in Misstrauen oder Angst vor dem Unbekannten umschlagen.
- Lassen Sie Ihren Welpen ab den ersten Wochen verschiedene Menschen, Tiere und Umgebungen kennenlernen
- Belohnen Sie ruhiges Verhalten in neuen Situationen, statt Angst zu verstärken
- Beginnen Sie mit kurzen, spielerischen Trainingseinheiten von höchstens fünf Minuten
- Wiederholen Sie Übungen an verschiedenen Orten, damit der Welpe das Gelernte verallgemeinert
Positive Verstärkung funktioniert am besten
Shiba Inus reagieren kaum auf Strafe oder Zwang, eher werden sie dadurch sturer oder distanzierter. Belohnungsorientiertes Training mit leckeren Snacks, Spielzeug oder begeisterter Aufmerksamkeit passt viel besser zu ihrem Charakter. Achten Sie darauf, dass die Belohnung unmittelbar auf das gewünschte Verhalten folgt, damit der Hund den Zusammenhang schnell herstellt.
Man trainiert einen Shiba Inu nicht, indem man ihn davon überzeugt, dass man der Boss ist, sondern indem man ihn entdecken lässt, dass Zusammenarbeit sich auszahlt.
Erfahrener Shiba-Inu-Besitzer
Kurz und abwechslungsreich trainieren
Lange, langweilige Wiederholungen kosten einen Shiba Inu blitzschnell seine Aufmerksamkeit. Setzen Sie lieber auf kurze Einheiten mit viel Abwechslung: einmal eine Sitz-Übung, ein anderes Mal ein Suchspiel oder einen einfachen Trick. So bleibt das Training spannend und Sie verhindern, dass Ihr Hund abschaltet oder sich sogar weigert mitzumachen.
Augenmerk auf das Leinentraining
Viele Shiba-Besitzer kennen das: Der Hund bleibt plötzlich stocksteif stehen, auch bekannt als „Shiba Scream“, wenn er mit Ihnen nicht einverstanden ist. Ruhiges, geduldiges Leinentraining von klein auf hilft enorm. Belohnen Sie lockeres Gehen an der Leine und vermeiden Sie Ziehen oder Rucken, denn das macht die Situation oft nur schlimmer.
Bleiben Sie konsequent, auch wenn es schwierig ist
Da ein Shiba Inu gern seine Grenzen austestet, ist konsequentes Verhalten der ganzen Familie unerlässlich. Vereinbaren Sie dieselben Kommandos und halten Sie sich an dieselben Regeln, auch wenn Ihr Hund Sie mit seinem Blick um eine Ausnahme anfleht. Unklarheiten nutzt diese Rasse schnell aus.
Geduld als Schlüssel zum Erfolg
Die größte Stolperfalle bei der Erziehung eines Shiba Inu ist Ungeduld. Diese Rasse lernt genauso gut wie andere Hunde, aber in ihrem eigenen Tempo und auf ihre eigene Art. Wer spielerisches, positives Training mit einer guten Portion Geduld und Humor verbindet, baut eine starke Bindung zu einem Hund auf, der am Ende überraschend treu und anhänglich sein kann.
Wenn Sie Zweifel am Verhalten oder an der Gesundheit Ihres Shiba Inu haben, wenden Sie sich für eine persönliche Beratung immer an einen Tierarzt oder einen anerkannten Hundetrainer.