American Bully
Der American Bully entstand in den Vereinigten Staaten aus dem American Pit Bull Terrier und verwandten Rassen, mit kompaktem, muskulösem Körperbau. Er ist familienbezogen, verspielt und Menschen gegenüber meist freundlich.
Gesundheit
Diese Untersuchungen stammen aus dem offiziellen Zuchtprogramm für die Rasse American Bully von Dierenwelzijn Vlaanderen (Tierschutz Flandern). Sie gelten für die Eltern der Welpen.
Kurz gesagt
Beide Elterntiere müssen 3 Untersuchungen machen lassen:
- 1 DNA-Test
- 2 Röntgenuntersuchungen
Zusätzlich empfiehlt das Zuchtprogramm 2 weitere Untersuchungen.
Eine Probenahme für DNA-Tests kann sowohl mit einem Mundabstrich als auch durch eine Blutentnahme erfolgen. Für die Untersuchungen wendet sich der Züchter an einen Tierarzt oder ein Labor. Bei jeder Untersuchung unten sehen Sie, ab welchem Alter und wie oft sie erfolgen muss. Fragen Sie den Züchter nach den Ergebnissen beider Elterntiere.
Pflichtuntersuchungen (3)
-
Degenerative Myelopathie (DM)
DNA-Test Einmalig ab Geburt
Offizielle Beschreibung
- Methode
- DNA-Test
- Genvariante (für das Labor)
- SOD1: c.118G>A
- Vererbung
- autosomal-rezessiv
-
Ellbogendysplasie (ED)
Röntgen Einmalig mindestens 1 Jahr
Offizielle Beschreibung
- Methode
- Röntgen (CT kann empfohlen werden, ist aber nicht verpflichtend)
-
Hüftdysplasie (HD)
Röntgen Einmalig mindestens 1 Jahr (Laxitätsaufnahmen: mindestens 6 Monate)
Offizielle Beschreibung
- Methode
- Röntgen: VD-Aufnahme und Laxitätsaufnahme (Vezzoni oder PennHIP)
Empfohlene Untersuchungen (2)
-
Patellaluxation (PT)
Kniescheibenuntersuchung Einmalig mindestens 1 Jahr
Offizielle Beschreibung
- Methode
- Abtasten der Kniescheibe
-
Angeborene Herzerkrankungen (Auskultation)
Herzuntersuchung Einmalig mindestens 1 Jahr
Offizielle Beschreibung
- Methode
- Auskultation + bei Herzgeräusch (ab Grad 1) Echokardiographie
Das Zuchtprogramm enthält außerdem die Zuchtempfehlung pro Untersuchung sowie allgemeine Regeln zu Inzucht, zur Zahl der Deckakte pro Rüde und zur Verwendung von Tiefkühlsperma. Diese finden Sie im offiziellen Dokument.
Quelle: Zuchtprogramm American Bully, Dierenwelzijn Vlaanderen, zuletzt aktualisiert am 21/07/2026.
Offizielles Zuchtprogramm ansehen (PDF, Niederländisch)
Ein Zuchtprogramm verringert das Risiko erblicher Erkrankungen, bietet aber keine 100-prozentige Gesundheitsgarantie.
Übersetzung des niederländischsprachigen Zuchtprogramms durch Puppymakelaar. Im Zweifel gilt das offizielle Dokument.
Dieses Rasseprofil ist keine Rassenbeschreibung im Sinne des flämischen Zuchterlasses (Fokkerijbesluit). Die gesetzlichen Regeln für die Zucht dieser Rasse stehen im offiziellen Zuchtprogramm.
Zu beachten bei der Anschaffung
Laut dem genehmigten Zuchtprogramm von Dierenwelzijn Vlaanderen müssen bei beiden Elterntieren diese Untersuchungen durchgeführt werden: Degenerative Myelopathie (DM), Ellbogendysplasie (ED) und Hüftdysplasie (HD). Außerdem nennt das Zuchtprogramm diese empfohlenen Untersuchungen: Patellaluxation (PT) und Angeborene Herzerkrankungen (Auskultation). Ein Welpe mit flämischem Stammbaum stammt von Elterntieren, die nach diesem Zuchtprogramm gezüchtet wurden. Fragen Sie nach den Ergebnissen beider Elterntiere und vergleichen Sie sie mit der Übersicht oben. Ein American Bully braucht täglich Spaziergänge und Spiel, ohne übermäßige Anstrengung bei warmem Wetter. Sein kurzes Fell ist leicht zu pflegen.
Fragen an den Züchter
- Haben beide Elterntiere alle Pflichtuntersuchungen aus dem Zuchtprogramm absolviert, und darf ich die Ergebnisse sehen?
- Welche Ergebnisse haben beide Elterntiere für Ellbogendysplasie (ED) und Hüftdysplasie (HD)?
- Erhält der Welpe einen flämischen Stammbaum eines anerkannten Zuchtbuchvereins?
- Wie werden die Welpen sozialisiert, bevor sie in ihr neues Zuhause ziehen?
Rassespezifische Herausforderungen
Er ist kräftig, kann stur sein und ist mit anderen Hunden nicht immer verträglich. Frühe Sozialisierung und eine konsequente Erziehung sind wichtig. Prüfen Sie vorab, welche Regeln an Ihrem Wohnort für diese Rasse gelten.
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