Gruppe 9 · Gesellschaftshunde
Tibet-Terrier
Der Tibet-Terrier ist eigentlich kein Terrier, sondern ein mittelgroßer, langhaariger Begleithund aus den tibetischen Klöstern. Er ist fröhlich, klug und anhänglich, mit eigenem Kopf und prachtvollem Fell.
Gesundheit
Diese Untersuchungen stammen aus dem offiziellen Zuchtprogramm für die Rasse Tibetaanse Terriër von Dierenwelzijn Vlaanderen (Tierschutz Flandern). Sie gelten für die Eltern der Welpen.
Kurz gesagt
Beide Elterntiere müssen 9 Untersuchungen machen lassen:
- 7 DNA-Tests
- 1 Röntgenuntersuchung
- 1 Kniescheibenuntersuchung
Zusätzlich empfiehlt das Zuchtprogramm 1 weitere Untersuchung.
Eine Probenahme für DNA-Tests kann sowohl mit einem Mundabstrich als auch durch eine Blutentnahme erfolgen. Für die Untersuchungen wendet sich der Züchter an einen Tierarzt oder ein Labor. Bei jeder Untersuchung unten sehen Sie, ab welchem Alter und wie oft sie erfolgen muss. Fragen Sie den Züchter nach den Ergebnissen beider Elterntiere.
Pflichtuntersuchungen (9)
-
Degenerative Myelopathie (DM)
DNA-Test Einmalig ab Geburt
Offizielle Beschreibung
- Methode
- DNA-Test
- Genvariante (für das Labor)
- SOD1: c.118G>A
- Vererbung
- autosomal-rezessiv
-
Hüftdysplasie (HD)
Röntgen Einmalig mindestens 1 Jahr (Laxitätsaufnahmen: mindestens 6 Monate)
Offizielle Beschreibung
- Methode
- Röntgen: VD-Aufnahme und Laxitätsaufnahme (Vezzoni oder PennHIP)
-
Neuronale Ceroid-Lipofuszinose 12 (NCL12)
DNA-Test Einmalig ab Geburt
Offizielle Beschreibung
- Methode
- DNA-Test
- Genvariante (für das Labor)
- ATP13A2 c.1623del
- Vererbung
- autosomal-rezessiv
-
Patellaluxation (PT)
Kniescheibenuntersuchung Einmalig mindestens 1 Jahr
Offizielle Beschreibung
- Methode
- Abtasten der Kniescheibe
-
Hypophysärer Zwergwuchs (PD)
DNA-Test Einmalig ab Geburt
Offizielle Beschreibung
- Methode
- DNA-Test
- Genvariante (für das Labor)
- LHX3: a deletion of one of six 7 bp [GTGTTTT] repeats in intron 5
- Vererbung
- autosomal-rezessiv
-
Primäre Linsenluxation (PLL)
DNA-Test Einmalig ab Geburt
Offizielle Beschreibung
- Methode
- DNA-Test
- Genvariante (für das Labor)
- ADAMTS17: c.1473+1G>A
- Vererbung
- autosomal-rezessiv
-
Progressive Retinaatrophie – progressive rod-cone degeneration (Prcd-PRA)
DNA-Test Einmalig ab Geburt
Offizielle Beschreibung
- Methode
- DNA-Test
- Genvariante (für das Labor)
- PRCD: XM_022422503.1:c.5G>A
- Vererbung
- autosomal-rezessiv
-
Progressive Retinaatrophie 3 (tibetischer Typ) (PRA3)
DNA-Test Einmalig ab Geburt
Offizielle Beschreibung
- Methode
- DNA-Test
- Genvariante (für das Labor)
- FAM161A: SINE insertie
- Vererbung
- autosomal-rezessiv
-
Progressive Retinaatrophie – rod-cone dysplasia 4 (PRA-rcd4)
DNA-Test Einmalig ab Geburt
Offizielle Beschreibung
- Methode
- DNA-Test
- Genvariante (für das Labor)
- PCARE: c.3149_3150insC
- Vererbung
- autosomal-rezessiv
Empfohlene Untersuchungen (1)
-
Augenerkrankungen
Augenuntersuchung 2 Jahre gültig mindestens 1 Jahr
Offizielle Beschreibung
- Methode
- Allgemeine Augenuntersuchung
Das Zuchtprogramm enthält außerdem die Zuchtempfehlung pro Untersuchung sowie allgemeine Regeln zu Inzucht, zur Zahl der Deckakte pro Rüde und zur Verwendung von Tiefkühlsperma. Diese finden Sie im offiziellen Dokument.
Quelle: Zuchtprogramm Tibetaanse Terriër, Dierenwelzijn Vlaanderen, zuletzt aktualisiert am 18/07/2026.
Offizielles Zuchtprogramm ansehen (PDF, Niederländisch)
Ein Zuchtprogramm verringert das Risiko erblicher Erkrankungen, bietet aber keine 100-prozentige Gesundheitsgarantie.
Übersetzung des niederländischsprachigen Zuchtprogramms durch Puppymakelaar. Im Zweifel gilt das offizielle Dokument.
Dieses Rasseprofil ist keine Rassenbeschreibung im Sinne des flämischen Zuchterlasses (Fokkerijbesluit). Die gesetzlichen Regeln für die Zucht dieser Rasse stehen im offiziellen Zuchtprogramm.
Zu beachten bei der Anschaffung
Laut dem genehmigten Zuchtprogramm von Dierenwelzijn Vlaanderen müssen bei beiden Elterntieren diese Untersuchungen durchgeführt werden: Degenerative Myelopathie (DM), Hüftdysplasie (HD), Neuronale Ceroid-Lipofuszinose 12 (NCL12), Patellaluxation (PT), Hypophysärer Zwergwuchs (PD), Primäre Linsenluxation (PLL), Progressive Retinaatrophie – progressive rod-cone degeneration (Prcd-PRA), Progressive Retinaatrophie 3 (tibetischer Typ) (PRA3) und Progressive Retinaatrophie – rod-cone dysplasia 4 (PRA-rcd4). Außerdem nennt das Zuchtprogramm diese empfohlenen Untersuchungen: Augenerkrankungen. Ein Welpe mit flämischem Stammbaum stammt von Elterntieren, die nach diesem Zuchtprogramm gezüchtet wurden. Fragen Sie nach den Ergebnissen beider Elterntiere und vergleichen Sie sie mit der Übersicht oben. Ein Tibet-Terrier braucht täglich abwechslungsreiche Spaziergänge und Spiel. Sein langes, doppeltes Fell muss mehrmals pro Woche gründlich bis auf die Haut gebürstet werden, oder Sie wählen einen kürzeren Schnitt.
Fragen an den Züchter
- Haben beide Elterntiere alle Pflichtuntersuchungen aus dem Zuchtprogramm absolviert, und darf ich die Ergebnisse sehen?
- Welche Ergebnisse haben beide Elterntiere für Hüftdysplasie (HD)?
- Ist die allgemeine Augenuntersuchung beider Elterntiere noch gültig? Laut Zuchtprogramm: 2 Jahre gültig.
- Erhält der Welpe einen flämischen Stammbaum eines anerkannten Zuchtbuchvereins?
- Wie werden die Welpen sozialisiert, bevor sie in ihr neues Zuhause ziehen?
Rassespezifische Herausforderungen
Der Tibet-Terrier ist fröhlich und anhänglich, hat aber seinen eigenen Kopf und ist Fremden gegenüber oft zurückhaltend. Geduld und eine freundliche, konsequente Erziehung wirken am besten. Planen Sie Zeit für die Fellpflege ein.
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